Einzigartiges Klima in Höchenschwand

Lange Zeit wurde allein die Höhenlage als Grundlage der einzigartigen klimatischen Effekte in unserem heilklimatischen Kurort angesehen. Erst eine große Klimaanalyse bestätigte 1973 die beobachteten Einflüsse. Die Klimaeffekte ergeben sich aus der Kombination der durch die Hochplateaulage gegebenen ungewöhnlich langen Sonnenscheindauer im Zusammenspiel mit den Druckschwankungen, die durch die Lage an der Kante des Hochplateaus auftreten. Starke Windströmungen in das St. Blasier Tal verursachen rasch auftretende und drastische Luftdruckschwankungen. Diese Luftdruckschwankungen führen zur Beeinflussung des vegetativen Nervensystems, welches nicht bewusst beeinflussbar ist. Diese Einflüsse werden häufig als Schlappheit und/oder Schlafstörungen bzw. Beeinträchtigung des Leistungsvermögens in den ersten Tagen des Aufenthaltes in Höchenschwand empfunden. Die Folge: Der Organismus bemüht sich, sein Leistungsvermögen an das hier herrschende Klima anzupassen. Realisiert wird dies durch eine Anhebung des körpereigenen Stresshormons, des Cortisols, in der Nebennierenrinde. Die Erhöhung des Stresshormons bewirkt:

  • eine Verminderung entzündlicher Vorgänge im Körper, zum Beispiel bei chronisch entzündlichen Augenerkrankungen, chron.
  • Bronchitis und Sarkoidose
  • eine Anhebung der körperlichen Leistungfähigkeit nach Ablauf der Akklimatisation in den ersten Aufenthaltstagen.

Dieser Effekt ist wissenschaftlich nachgewiesen und in Deutschland einzigartig. Eine ähnliche Klimasituation besteht in Davos/Schweiz. Erst durch den Nachweis des Cortisolanstiegs wurden die beobachteten Wirkungen auf chronisch entzündliche Erkankungen erklärbar. Die in Höchenschwand ansässigen Rehabilitationskliniken entstanden auf der Grundlage dieser Effekte. Besonders bei Augen- und Hauterkrankungen sowie Sarkoidose unterstützen diese Klimaeffekte die Behandlungen. Aber auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellt das Klima eine ebenso günstige Bedingung dar.